RADON-TURBINE.eu

RADON und LUNGENKREBS

Radon (Rn) ist ein radioaktives, farb- und geruchloses Edelgas, das überall im Erdreich aus Uran-/Thorium-haltigen Gesteinen entsteht. Als Gas dringt es aus dem Untergrund in Gebäude ein und gefährdet die Gesundheit der Bewohner. Es verursacht Lungenkrebs.
Radon-Gas resultiert aus dem Zerfall von überall und allgegenwärtig im Boden bzw. Erdreich vorhandenem, radioaktivem Radium, welches letztendlich aus Uran gebildet wird. So entsteht aus dem Isotop Radium 226 gasförmiges Radon 222 (durch Alpha-Zerfall).

Behälter zum Transport radioaktiver Elemente

Illustration - Atom

Quelle: fotolia

Radon ist mit 9,73 kg/m3 ein sehr dichtes Gas und damit ca. 7x schwerer als Luft. Das gasförmige Radon dringt wegen seiner Beweglichkeit wie Luftsauerstoff in alle Gebäude in unterschiedlichen Konzentrationen ein. Es zerfällt in den Gebäuden wiederum in radioaktive Schwermetallisotope der Elemente Polonium (Po), Wismut (Bi) und Blei (Pb) bis als stabiles Endprodukt schließlich nicht-radioaktives Blei 206 entsteht.

Illustration - Zerfallsreihe Radon

Quelle: V. Schmidt

Alphastrahlung bzw. α-Strahlung ist eine ionisierende Strahlung, die beim Alphazerfall (radioaktiver Zerfall von Atomkernen mit Aussendung von Heliumkernen), auftritt. So auch beim Zerfall von Radon. Ein radioaktives Nuklid, das diese Strahlung aussendet, wird als Alphastrahler bezeichnet. Der Name stammt von der auf den dänischen Physiker Rutherford zurückgehenden Einteilung der Strahlen aus radioaktiven Stoffen, in der Reihenfolge zunehmenden Durchdringungsvermögens, in Alpha-, Beta- und Gammastrahlen. Alphastrahlung ist eine Teilchenstrahlung, die große biologische Gewebeschäden erzeugt und wenig durchdringend ist. Dadurch wird sie gefährlicher für den Menschen. Der zerfallende Atomkern (Mutterkern) sendet einen Helium-4-Atomkern aus, der „Alphateilchen“ genannt wird, und der Rest wird dadurch zum Tochterkern, meist auch wieder radioaktiv.

Illustration - Strahlungsarten

Illustration - Zerfallsreihe Uran

Die hauptsächliche Gefahrenquelle ist letztlich nicht das Radon selbst, sondern seine Zerfallsprodukte, wobei Polonium-Isotope am meisten zur Belastung durch die biologisch sehr wirksame Alphastrahlung beitragen. Radon hat am gesamten Strahlungsaufkommen auf der Erdoberfläche den bei weitem größten Anteil Die durchschnittliche effektive Dosis pro Person in Deutschland liegt in etwa bei 1,1 mSv/Jahr. Die radioaktiven Schwermetallisotope sammeln sich beim Einatmen von Radon und besonders von Rn-Aerosolen in der menschlichen Lunge an und bleiben dort!

Illustration - Atmungsorgan

Illustration - Aerosolbildung

Quelle: fotolia

Durch das Einatmen von Radon in den Atemtrakt und die Lunge steigt das gesundheitliche Risiko kaum, denn das radioaktive Edelgas wird fast vollständig wieder ausgeatmet ohne im Körper zerfallen zu sein, denn die Halbwertszeit ist mit ca. 3,8 Tagen relativ lange. Deutlich zahlreicher sind die Zerfälle in der Raumluft. Dabei entstehen ebenfalls radioaktive Zerfallsprodukte, die sich als Schwermetallatome an Feinstaub und Aerosole in der Atemluft anlagern:

  • Polonium: Po-218
  • Wismut: Bi-214
  • Blei: Pb-214
Durch Einatmen dieser in der Lunge reichern sie sich an und zerfallen dort wieder gewebeschädigend. Bei (Uran-)Bergarbeitern ist Lungenkrebs durch Radon ausgelöst eine „Anerkannte Berufskrankheit“. Sie ist als Schneeberger Krankheit bekannt geworden, die nahezu alle Bergleute in der Umgebung von Schneeberg im Erzgebirge getötet hat. Rechnerische Abschätzungen aus der Lungenkrebshäufigkeit von Bergarbeitern haben ergeben, dass Radon für etwa 10 % der Lungenkrebs-Todesfälle verantwortlich zu sein scheint.

Symbol für Bergbau

Bergarbeiter im Schacht

Arzt mit Röntgenaufnahme

Diese Größenordnung wurde inzwischen durch epidemiologische Studien erhärtet. Damit gehen pro Jahr in der Europäischen Union ca. 20.000 Lungenkrebstodesfälle, in Deutschland etwa 2000 und in der Schweiz ca. 400 auf Radon-Belastung in Gebäuden zurück. Aktuell zeigen Untersuchungen des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts (Swiss TPH) im Rahmen der Schweizerischen Nationalen Kohortenstudie, dass Radon im Wohnumfeld auch das Risiko an bösartigem Hautkrebs (Malignes Melanom) zu erkranken erhöht. Auch Atemwegskarzinome und Magenkrebs (Rn-haltiges Wasser) werden teilweise dem Radon zugesprochen.

Metapher - Radongefahr

Metapher - Indoor Polutants

Man verstrahlt von Innen heraus. Deshalb ist es wichtig, Radon nicht erst in die Gebäude eindringen zu lassen oder die Radon-Konzentrationen in den Gebäuden deutlich zu reduzieren. Diese Radonkonzentration-Reduktion erfolgt durch unsere Radonsanierungen. Durch unsere Radonsanierung Ihres Gebäudes wird Ihr gesundheitliches Risiko somit reduziert.